Verkehrsmittel in Venedig

Eine der ersten Fragen, die fast alle Venedigbesucher stellen, lautet: „Wie kann ich mich in dieser autofreien Stadt am besten fortbewegen?” Die Antwort ist einfach: entweder zu Fuß oder mit dem öffentlichen Boot namens ‚Vaporetto‘. Es gibt eine dritte Option, das private Wassertaxi, aber da es so teuer ist, eignet es sich nicht für den alltäglichen Verkehr in Venedig.

Zu Fuß

Grand Canal by Brian MarshallDas Stadtgebiet von Venedig erstreckt sich auf einer Fläche von 170 km² und umfasst 118 kleine Inseln, die von 404 Brücken (die wiederum über 150 Kanäle führen) miteinander verbunden werden. Wer Venedig besucht, wird mit Sicherheit viele dieser Brücken überqueren und einen guten Teil dieser 170 km² abdecken! Der Canal Grande schlängelt sich durch die Stadt und teilt sie in zwei große Bereiche. Die Stadt besteht aus sechs Bezirken: Cannaregio, Castello und San Marco auf der oberen Seite des Canal Grande sowie Santa Croce, San Polo und Dorsoduro unterhalb des Kanals. Eine Adresse in Venedig ausfindig zu machen, ist gar nicht so einfach, da eine Adresse hier lediglich aus einer Hausnummer und dem Bezirk, jedoch nicht aus einem Straßennamen besteht.

Man ist gut beraten, sich einen detaillierten Stadtplan von Venedig zu besorgen, um sich im engen Gassenlabyrinth besser zurecht zu finden. Am besten kauft man sich einen Stadtplan, auf dem die sechs Bezirke in verschiedenen Farben gekennzeichnet und die wichtigsten touristischen Routen in Gelb hervorgehoben sind. Die Hauptstraßen verlaufen von Rialto zum Bahnhof, vom Markusplatz nach Rialto, vom Markusplatz zur Brücke Accademia, von der Brücke Accademia nach Rialto am San Polo-Ufer des Canal Grande und von der Brücke Accademia nach Rialto am San Marco-Ufer des Canal Grande. Über diese Straßen sind die meisten berühmten Sehenswürdigkeiten in Venedig erreichbar. Ein Stadtplan, auf dem diese Routen gekennzeichnet sind, ist auch nützlich, wenn man ein bisschen vom Hauptweg abgekommen ist und dorthin zurückkehren möchte.

Dass man sich verläuft, ist in dieser Stadt vorprogrammiert und kein Grund, die Ruhe zu verlieren. In Venedig ist es im Grunde unmöglich, sich komplett zu verlaufen. Schließlich befindet man sich auf einer Insel. Außerdem liegen einige der schönsten Besichtigungsrouten abseits der Hauptstraßen.

Venice-Italy - 073 by DrumsaraIn der Stadt kann man sich auch gut mit Hilfe der Hinweisschilder zurechtfinden. Die gelben Schilder weisen in Richtung San Marco (Markusplatz), Arsenale, Rialto, Accademia, Fondamenta Nuove, Ferrovia (Bahnhof) und Piazzale Roma (Busbahnhof). Sie sind an den Gebäudemauern auf Höhe der ersten Etage angebracht. Zu beachten ist allerdings, dass sie nur die Richtung einer Sehenswürdigkeit anzeigen. Es könnte also sein, dass man noch ein gutes Stück zu Fuß zurücklegen muss.

Mit dem Boot

vaporetto by DislOckDer öffentliche Nahverkehr erfolgt komplett auf dem Wasser. Die Vaporetto-Boote werden vom örtlichen Unternehmen ACTV betrieben und ähneln dem Busverkehr in einer Großstadt. Die Boote verfügen über Liniennummern und feste Haltestellen auf jeder Route und verkehren nach Fahrplan.

Die Linien 1 und 2 fahren im 10-Minuten-Takt zwischen 06:00 Uhr und Mitternacht auf dem Canal Grande. Die Linie 1 fährt von der Insel Lido über den Canal Grande bis zum Ende des Kanals an der Piazzale Roma und hält unterwegs an jeder Haltestelle. Die im Kreis verkehrende Linie 2 fährt den Canal Grande hoch und über den Kanal Giudecca bis zum Markusplatz. Diese Linie hält nur an manchen Stationen auf dem Canal Grande. Die Linien 1 und 2 lassen sich anhand ihrer Größe und ihrer Farbe leicht erkennen. Es handelt sich um große cremefarbene Schiffe mit mehreren hunderten Fahrgästen an Bord.

Verschiedene kleinere Vaporetti fahren zu anderen Inseln und auch in die Umgebung von Venedig. Auf der Website von ACTV sind viele nützliche Informationen zu finden. An jeder Vaporetto-Haltestelle sind Linienpläne ausgehängt. Außerdem findet man an den meisten auch elektronische Anzeigetafeln, die über die Ankunftszeit der nächsten Boote informieren.

Für die Fahrt mit dem Vaporetto benötigt man eine Fahrkarte, die für eine Dauer von 1 Stunde, 12 Stunden, 24 Stunden oder bis zu 72 Stunden gültig ist. Ticketschalter befinden sich an den größeren Vaporetto-Stationen sowie im Büro von HelloVenezia an der Piazzale Roma (dem Busbahnhof) und im Ferrovia (Bahnhof). Wer keinen Ticketschalter an der Vaporetto-Haltestelle finden kann, wendet sich einfach an den Bediensteten auf dem Boot. Der Fahrschein ist innerhalb der ausgewählten Gültigkeitsdauer auf allen Vaporetti gültig. Man muss das Ticket, bevor man an Bord geht, entwerten. Die entsprechenden Automaten sind an jeder Haltestelle zu finden. Auf den Booten finden gelegentlich Kontrollen statt. Wer kein Ticket dabeihat, muss eine saftige Strafgebühr in Höhe von 50€ pro Person entrichten.

Hier geht’s zum Linienplan im PDF-Format:

http://www.actv.it/pdf/navigazione/Mappa_linee_2nov.pdf

Und hier zu den aktuellen Fahrplänen aller Boote:

http://www.actv.it/en/movinginvenice/waterbusservicetimetable


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