Drei Tage in Venedig – Ein letzter Blick auf die Kanalstadt - Tag 3

Heute verlassen wir das Stadtzentrum von Venedig, um die nördlich gelegenen Laguneninseln Murano, Burano und Torcello zu besuchen. Man sollte also früh aufstehen und den ganzen Tag dafür veranschlagen.

Am besten kauft man sich ein Tagesticket für das Vaporetto und legt von der Fondamenta Nuove, der Piazzale Roma oder von San Zaccaria nahe dem Markusplatz ab. Murano fahren wir als Erstes an.

09:00 - 11:30 Uhr – Die Glasbläsereiinsel Murano

Murano by potomoMurano ist als Zentrum der venezianischen Glasindustrie berühmt und beherbergt seit 1291 mehr als 200 Glasschmelzöfen.

An der Haltestelle Colonna steigen wir aus dem Vaporetto aus und begeben uns zu einer der Glasfabriken, um den Vorgang der Glasbläserei zu erleben. Die Meister dabei zu beobachten, wie sie Vasen, Glaswaren und sogar Tiere aus Glas herstellen, begeistert sowohl Jung und Alt. Das Handwerk der Glasbläserei muss über viele Jahre erlernt werden, bis der Meistertitel vergeben wird. Nach der Vorführung kann man in den vielen Verkaufsräumen und Geschäften, die sich auf den Hauptstraßen von Murano aneinanderreihen, stöbern.

Making a Glass Horse by ahisgettAuf Murano sollte man sich auch die kleine Version des Canal Grande ansehen, eine der Kirchen betreten oder das Museo Vetrario (Glasmuseum) an der Fondamenta Giustinan besuchen.

Tipp zum Kauf von Glaswaren: Nicht sofort auf die Angebote in den Verkaufsräumen der großen Glasbläser eingehen, sondern sich vor dem eigentlichen Kauf ein bisschen Zeit zum Stöbern nehmen.

Wer auf Murano zu Mittag essen möchte, den erwarten am Hauptkanal der Insel mehrere Osterien und Trattorien. Zu den Lieblingslokalen der Anwohner gehört die Trattoria Busa alla Torre in Campo Santo Stefano am Uhrenturm. Sie ist jeden Tag lediglich zum Mittagessen geöffnet.

12:30 - 15:30 Uhr – Die farbenfrohe Insel Burano

Die Vaporetto-Fahrt von Murano nach Burano mit der Linie 12 dauert etwa 35 Minuten. Das Boot legt zweimal stündlich ausschließlich an der Haltestelle Faro (dem Leuchtturm) ab.

Burano bildet mit seinen in Regenbogenfarben bemalten Häuschen einen starken Gegensatz zu Murano und Venedig. Die Insel wird seit jeher von Fischern aus der Region bewohnt. Sie haben ihre Häuser in knalligen Rot-, Blau- und Grüntönen angemalt, um nach einem langen Tag auf hoher See leichter nach Hause zu finden. Während die Männer von Burano den Tag mit Fischen zubrachten, stellten die Frauen zu Hause Spitze her. Burano-Spitze zählt zu den besten in Europa.

Burano by p.andreaHeute reihen sich viele Spitzengeschäfte an dem Hauptplatz von Burano aneinander. Hier lässt sich alles Mögliche finden – von hochwertiger handgefertigter Spitze hin zu industriell gefertigten Touristensouvenirs. Die Scuola di Merletti (Spitzenschule) am Hauptplatz Piazza Galuppi wurde vor Kurzem renoviert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer sich etwas genauer umschaut, wird bestimmt auch ein paar Damen beim Sticken in einem Geschäft oder vor dem Eingang ihres Hauses antreffen.

Warum den Nachmittag nicht entspannt angehen und die kleinen Straßen und Kanäle von Burano erkunden? Mit seinen knalligen Farben ist es ein wahres Paradies für Künstler und Fotografen. Nicht verpassen sollte man das farbenprächtigste Haus auf Burano, das Casa Bepi.

Wer spät zu Mittag essen möchte, dem können wir die Trattoria Da Romano, die über die Grenzen der Insel hinweg für ihr Fisch-Risotto bekannt ist, empfehlen. Vorzüglich sind auch die berühmten Teigringel ‚Buranelli‘ in der Carmelina Palmisano’s Pasticceria auf der Piazza Galuppi.

16:00 - 17:30 Uhr – Die Insel Torcello

Wer noch genug Energie übrig hat, kann den Insel-Hopping-Tag ideal auf der Insel Torcello, die nur fünf Minuten mit dem Boot von Burano entfernt liegt, ausklingen lassen. Die Vaporetto-Linie 9 pendelt zweimal pro Stunde zwischen den beiden Inseln.

Torcello - Ponte del Diavolo by J.BeddoeWir verlassen das Vaporetto und machen uns entlang des Kanals auf den Weg ins Zentrum von Torcello, wo die Basilika liegt. Unterwegs kommen wir an ein paar kleinen Osterien und am Ponte del Diavolo (der ‚Teufelsbrücke') vorbei.

Die Insel Torcello, deren Geschichte bis ins fünfte Jahrhundert zurückreicht, verfügte einst über eine stolze Bevölkerungszahl von 20.000. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts, als das Viertel Rialto entstand und die Insel von einem Malaria-Ausbruch heimgesucht wurde, flohen die Bewohner von Torcello nach Venedig und ließen eine nahezu unbewohnte Insel zurück. Heutzutage leben etwa 10 Familien auf der Insel. Hier sind auch immer noch die schöne Kirche Santa Fosca aus dem 11. Jahrhundert und die Basilika Santa Maria Assunta (erstmals im Jahr 638 errichtet) mit ihren Mosaiken aus dem 9. bis 12. Jahrhundert zu finden.

Das letzte Boot zurück nach Burano verlässt die Insel gegen 20:00 Uhr.


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