Drei Tage in Rom – Die Schönheit der Stadt bestaunen - Tag 3

An unserem dritten und letzten Tag in der italienischen Hauptstadt werden wir die Plätze und Gassen in der Innenstadt von Rom entdecken und die Stadt dabei als offene Bühne und Freilichtmuseum erleben.

10:00 – 12:00 Uhr - Piazza Navona, das Pantheon und das Campo di Fiori

Font a la Piazza Navona by Rafel MiroWir beginnen den Tag an dem barocken Piazza Navona, der auf dem Gelände eines antiken römischen Stadions liegt. In der Mitte des Platzes befindet sich der eindrucksvolle Vierströmebrunnen von Bernini. Beeindruckend ist auch die wellenähnliche Fassade der Kirche Sant‘ Agnese in Agone von Borromini. Die Kirche wurde in Andenken an eine junge Christin errichtet, die in dem römischen Stadion aus dem 2. Jahrhundert ums Leben kam. Die Ruinen des Stadions liegen unterhalb der heutigen Gebäude.

Vom Piazza Navona aus geht es zu Fuß weiter zum Pantheon, dem prachtvollsten und am besten erhaltenen römischen Gebäude der Welt. Dieser ehemalige Heidentempel dient heute als Kirche und als Mausoleum der ersten beiden italienischen Könige sowie des Malers Raphael. Das Gebäude ist für sein Dach mit dem Opaion (runder Öffnung mit einem Durchmesser von knapp 9 Metern) berühmt. Wenn es in das Gebäude hereinregnet, fließt das Wasser über kleine, in den seltenen Marmorboden geschlagene Löcher in unterirdische Felstunnel ab.

Rund um das Pantheon befinden sich mehrere Kirchen, in denen kostenfreie Kunstausstellungen zu sehen sind. Manche Kirchen bieten eine höchst ungewöhnliche Architektur sowie berühmte Kunstwerke. Die Kirche San Luigi dei Francesi aus der Renaissance verfügt über eine schlichte Fassade und ein prachtvolles barockes Interieur. Die Malerkarriere des aufrührerischen Caravaggio begann mit drei Meisterwerken, die er im Auftrag der Contarelli-Kapelle aus dem 17. Jahrhundert anfertigte. Dazu gehört das ergreifende Gemälde ‚Berufung des Matthäus‘ mit seiner dramatischen Licht- und Schattengestaltung sowie emotional fesselnden Figuren. Die Kirche Santa Maria Sopra Minerva hinter dem Pantheon bietet ebenfalls eine äußerst schlichte Fassade doch dafür einen einmaligen, gotischen Innenbereich. Sie beherbergt das Grab der heiligen Katharina von Siena, einer Schutzpatronin von Italien. Neben dem Hauptaltar befindet sich eine nicht sonderlich berühmte Christusskulptur von Michelangelo, dem Meister der Renaissance. Die Skulptur veranschaulicht Michelangelos perfektes Verständnis von der Muskulatur des männlichen Körpers.

Wem nun der Sinn nach Kaffee steht, der reiht sich in die Schlange vor dem Café Sant’ Eustachio auf der Piazza Sant’ Eustachio hinter dem Pantheon ein, denn dort gibt es den wohl weltweit besten Kaffee. Das Geheimnis um den Milchschaum, der hier einen Espresso oder Cappuccino krönt, wird streng behütet.

12:00 – 13:00 Uhr – Zeit fürs Mittagessen

Campo di' Fiori by Randy OHCNach der Besichtigung von Kunst und Architektur ist es an der Zeit, etwas mehr über die anderen Künste dieser Stadt zu erfahren – nämlich ihre Kochkünste. Es geht zum Campo di Fiori, einem der größten und größtenteils im Freien stattfindenden Märkte in der römischen Innenstadt. Auf dem Markt wird eine große Auswahl an frischen Broten, Gemüse, Obst und Blumen verkauft. Es lohnt sich, einen Snack auf dem Markt zu kaufen und sich damit auf die Treppen eines der elegantesten Gebäude der Stadt, dem Palazzo Farnese (Sitz der französischen Botschaft), zu setzen. Ebenfalls empfehlenswert sind die traditionellen Paninis von einem der berühmtesten römischen Sandwichläden am Campo di Fiori, dem Aristocampo. Wer es den Römern gleichtun möchte, probiert hier ein Porcetta panino, ein Sandwich mit geräuchertem Schweinbraten.

14:00 – 17:00 Uhr – Trevibrunnen, Spanische Treppe, Ara Pacis und die Piazza del Popolo

Trevi Fountain BY MushkushNun heißt es endlich: Münzen in den Trevibrunnen werfen und damit die Rückkehr nach Rom sicherstellen. Um vom Campo di Fiori aus zum Trevibrunnen zu gelangen, nimmt man sich am besten ein Taxi am Largo Argentina, dessen historische Ruinen ebenfalls sehenswert sind. An diesem Platz wurde am 15. März 44 v. C. Julius Caesar umgebracht.

Wer den Weg zum Trevibrunnen zu Fuß zurücklegen möchte, läuft ca. 1,5 km auf dem Via del Corso entlang. Die Via wurde nach dem Pferderennen, das einst die Identität dieser Straße darstellte, benannt. Heutzutage ist sie eine Einkaufmeile mit vielen berühmten italienischen Modegeschäften. Vom Trevi-Brunnen ist es nur ein kurzer Spaziergang bis zur Spanischen Treppe, einem beliebten Treffpunkt der Reichen und derer, die es werden wollen. In der eleganten Umgebung liegt auch die exklusivste Einkaufsmeile des Landes, die Via Condotti. Dort erwarten einen elegante Geschäfte wie Bulgari, Gucci, Prada und Dolce&Gabbana.

Lust auf ein bisschen Kultur? Dann geht’s weiter zur Piazza Augusto Imperatore. Dort befindet sich eines der größten römischen Mausoleen. Kaiser Augustus ließ es als seine eigene Grabstätte errichten. Hier wurden später auch Mitglieder seiner Familie beigesetzt. In der Mitte des Platzes hinter dem baufälligen Grab befindet sich außerdem der Altar des Friedens, der dem Kaiser Augustus gewidmet ist. Es ist eine hervorragende Veranschaulichung der römischen Relieftechnik. Der Altar wurde im 15. Jahrhundert unterhalb von Palästen gefunden und ausgegraben und schließlich in den 1930er Jahren wieder zusammengesetzt. Im Jahr 2006 wurde hier zum Schutz des Altars ein Museum eröffnet, das vom amerikanischen Architekten Richard Meier entworfen wurde.

Prosciutto, anchovy and onion pizza by Sebastian MaryAm Ende der Via del Corso liegt die Piazza del Popolo. Sie befindet sich neben dem 61 Hektar großen, öffentlichen Park Villa Borghese und dem historischen Haupteingangstor im Norden der Stadt. Das antike Tor wurde im 17. Jahrhundert von Bernini anlässlich des Rombesuchs der schwedischen Königin Christina neu errichtet. Die kleine Renaissancekirche auf dem Platz namens Santa Maria del Popolo ist für ihre Kunstwerke bekannt, darunter Arbeiten von Caravaggio, Bernini und Raphael.

Wer zum Abendessen noch nicht irgendwo Pizza gegessen hat, begibt sich am besten in die Umgebung des Piazza Navona, wo abends immer viel los ist. Angesagt ist zum Beispiel die Pizzeria La Montecarlo in Vicolo Savelli 13. Wer Lust auf ein eleganteres Ambiente und eine Auswahl an italienischen Gerichten aus den verschiedenen Regionen des Landes hat, dem können wir das Ristorante Antico Arco oben auf dem Hügel Gianicolo empfehlen. Von dort oben hat man einen romantischen Blick auf die beleuchteten Monumente und Kuppeln, was es unmöglich macht, nicht schon den nächsten Trip nach Rom zu planen.

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