Drei Tage in Madrid - Flohmarkt, Fußball oder Stierkampf - Tag 3

Bisher haben wir im Rahmen unserer 3-Tages-Tour durch die spanische Hauptstadt einzigartige Kunstmuseen, riesige Grünanlagen, ein Kloster und den Königspalast besucht, alles Mögliche eingekauft – von frischen Lebensmitteln auf einem traditionellen Markt bis hin zu Designerartikeln auf der Gran Via – und eine Show erlebt (sei es Oper, Flamenco oder Fußball). An unserem letzten Tag wollen wir noch einmal richtig was erleben, uns aber auch entspannen – der typische madrilenische Lebensstil eben. Schließlich tut man es in Madrid am besten den Madrileños gleich! Das bedeutet: Das Wochenende mit Trinken, Shoppen, viel Sonne und natürlich Fußball verbringen.

10:00 Uhr – Wie ein echter Madrileño in den Tag starten

Vermouth by zone41Lassen wir das Frühstück ausfallen, und beginnen wir den Tag wie das restliche Madrid, nämlich mit Tapas und Wermut. Auch wenn die Anwohner dieser Tradition meistens sonntags frönen, kann man eisgekühlten Wermut und spanische Tapas jederzeit in einem der ältesten Wermutlokale in Madrid, dem Casa Antonio (U-Bahnhof Latina), genießen. Wermut vom Fass gibt es im La Taberna de Corps (U-Bahnhof Ventura Rodríguez).

11:00 Uhr – Flohmärkte, Fußballstadien oder Stierkampf

Nach dem Wermut stehen mehrere Optionen, wie man den letzten Morgen in Madrid gestalten möchte, zur Auswahl.

Option 1: Wer im Casa Antonio Wermut getrunken hat, den trennt nur ein kurzer Spaziergang von den vielen Antiquitäten, Kunsthandwerkwaren, Elektroartikeln und anderen Kuriositäten, die auf dem El Rastro, dem riesigen Madrider Sonntagsflohmarkt auf der Plaza del Cascorro, feilgeboten werden. Der Name des Markts geht auf die Blutspuren zurück, die sich hier auf dem Boden bildeten, wenn die Händler ihre Tiere zum Markt schleppten. Heute ist es ein lebhafter, etwas unübersichtlicher Ort, auf dem sich leider auch Taschendiebe und Kleinkriminelle tummeln. Wer sich auf dem Markt aufhält, sollte auch der Statue von Eloy Gonzalo, einem jungen Soldaten, der 1898 bei einem Himmelfahrtskommando nach Kuba ums Leben kam, einen Besuch abstatten. Anschließend kann man zum Plaza Mayor schlendern, wo Straßenkünstler um die Aufmerksamkeit des Publikums buhlen.

Option 2: Lust auf einen Besuch im Bernabéu-Stadion? Eingefleischte Real Madrid- und Fußballfans können sich hier über die Geschichte von einer der berühmtesten spanischen Plaza de Toros de Las Ventas by mookieflMannschaften und ihrer Stars informieren und an Führungen durch den Kabinengang zu den Umkleiden, der Trainerbank und der Präsidenten-Loge teilnehmen. Die Anfahrt zum Stadion erfolgt am besten mit der U-Bahn (Santiago Bernabeu, L10) oder dem Taxi.

Option 3: Wer sich für die Geschichte des Stierkampfes in Madrid interessiert, dem sei ein Besuch im Stierkampfmuseum in der Stierkampfarena Plaza de Toros de las Ventas ans Herz gelegt. Hier finden immer noch Stierkämpfe statt. Hemingway-Fans und Hartgesottene können Eintrittskarten für die Stierkämpfe erwerben (sie finden von März bis Dezember täglich um 18 oder 19 Uhr statt). Die Anfahrt erfolgt mit dem Taxi oder der U-Bahn (Ventas, L5 oder L12).

13:30 Uhr – Der Parque del Oeste und der Tempel von Debod

Für die Besichtigung des Parque del Oeste, der über der ehemaligen Abfalldeponie von Madrid angelegt wurde, sollte man ausreichend Zeit veranschlagen. Die nächsten U-Bahnhöfe sind Argüelles, Ventura Rodríguez und Plaza de España. Vom Santiago Bernabéu-Stadion aus kann man den Park bequem erreichen. Man fährt 25 Minuten lang mit der Linie 10 in Richtung Puerta del Sur zur Plaza de España. Von dort aus sind es nur noch 5 Minuten zu Fuß zum Tempel von Debod, einer der Hauptattraktionen im Park.

Dieser authentische ägyptische Tempel wurde nach Madrid transportiert, nachdem Spanien den Bau des Assuan-Staudamms unterstützt hatte, um die Tempel von Abu Simbel zu retten. Auch wenn laut Experten die Tore des Tempels falsch wieder aufgebaut wurden, ist es doch eines von wenigen altägyptischen Bauwerken, die außerhalb von Ägypten zu sehen sind. Eine wahrhafte Rarität in Spanien!

004473 - Rosaleda by M.PeinadoSehenswert im Park sind auch der Rosengarten Rosaleda, der für seine jährliche Blumenschau und den damit verbundenen Wettbewerb berühmt ist, sowie der Brunnen Juan de Villanueva, der zu den größten in Madrid gehört und Goya gewidmet ist. Nach dem langen Spaziergang kann man sich im Gras niederlassen und zur Mittagszeit ein Picknick veranstalten. Einfach ein lauschiges Plätzchen in der Sonne oder im Schatten suchen, um die mitgebrachten Sandwiches oder frisches Obst zu verzehren. Hier kann man auch wunderbar Frisbee spielen oder einen Drachen steigen lassen. Ein idealer Ort, um dem Kind in sich freien Lauf zu lassen und ein paar Kalorien vom Mittagessen zu verbrennen.

16:00 Uhr – Madrid aus der Vogelperspektive

Der Tempel von Debod liegt nur fünf Minuten von der Seilbahnstation Rosales (Teleférico), an der Ecke Paseo del Pintor Rosales - Marqués de Urquijo, entfernt. Zu beachten sind allerdings die Öffnungszeiten, die je nach Saison variieren. Im Winter fährt die Seilbahn nur am Wochenende.

Die Kamera sollte man für diese 2,5km lange Strecke mit herrlichem Panoramablick auf die weiter unten liegende Stadt, den Fluss Manzanares und den Naturpark Casa de Campo unbedingt parat halten. Anstatt sich direkt auf den Rückweg zu begeben, kann man im Restaurant an der Station bei einem Kaffee oder Getränk verweilen, Madrid aus der Ferne betrachten und sich auf das sich rasant nahende Ende des Aufenthalts vorbereiten. Bei Sonnenuntergang heißt es dann, mit der Seilbahn den Rückweg anzutreten. Wer Glück hat, kann die Erinnerung eines strahlenden Sonnenuntergangs über der Stadt mit nach Hause nehmen.


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