3 Tage in Barcelona – der Montjuïc und der Magische Brunnen – Tag 3

Im Rahmen unserer 3-tägigen Tour durch Barcelona konnten wir bisher die Altstadt und die modernistischen Meisterwerke der Stadt erkunden. An unserem letzten Tag möchten wir noch einmal etwas ganz Anderes erleben. Heute geht es zur schönen, üppigen Hügellandschaft des Montjuïc. Auch wenn der Montjuïc nicht gerade hoch ist, ragt er steil neben der Innenstadt von Barcelona empor und bietet daher eine herrliche Kulisse für den letzten Tag in der Stadt.

Als Besucher kann man schon mal schnell vergessen, dass diese Metropole die Hauptstadt der spanischen Region Katalonien ist. Die Katalanen legen Wert auf ihre Unterschiedlichkeit zum Rest Spaniens. Wer also einen tieferen Einblick von der Stadt und ihren Anwohnern erhalten möchte, sollte dies im Hinterkopf behalten. Am Vormittag hat man die Wahl zwischen zwei Aktivitäten: Die eine ist typisch katalanisch und die andere so spanisch, wie es in Barcelona eben möglich ist.

09:00 Uhr – Die 1. Möglichkeit: Das Camp Nou

Camp-Nou-by-shin-k_thumb3Zugegebenermaßen steht Barcelona für viele Leute nur für eine Sache: Fußball und den FC Barcelona! Das Camp Nou, das sich in einem wenig reizvollen Vorort der Stadt befindet, ist das größte Stadion in Europa und bietet Platz für knapp 100.000 Besucher. Das Museum des Stadions ist das am zweithäufigsten besuchte Museum in Katalonien. Dort erfährt man, warum Barça “mehr als ein Club ist“, um das Motto des Vereins zu zitieren. Dieser Besuch umfasst eine Tour durch das Stadion mit Zugang zu den Backstage-Bereichen sowie eine Multimedia-Vorführung zur Geschichte des Vereins.

Die Alternative: Das Poble Espanyol, das ‘Spanische Dorf’

Wer sich nicht sonderlich für Fußball interessiert, kann auf eine interessante Alternative zurückgreifen: einen Besuch im Poble Espanyol, das an den unteren Hängen des Montjuïc liegt. Auf dem Komplex, der viermal so groß wie das Fußballstadion von Barça ist, befindet sich ein riesiges Freilichtmuseum in der Form eines Dorfes. Dort erwarten einen Nachbauten von den Wahrzeichen aller spanischer Regionen. Manche Besucher finden das kitschig und sind von den vielen Touristen abgeschreckt. Andererseits stehen die Gebäude dort schon seit der Weltausstellung von 1929 in Barcelona. Mittlerweile bietet der Komplex also eine authentischere Atmosphäre.

Ein großer Anziehungspunkt ist der florierende Kunsthandwerkermarkt mit seinen vielen kleinen Werkstätten, in denen man ein originelles Souvenir erwerben kann. Familien kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Kinder können an einer Schnitzeljagd rund um das Dorf teilnehmen.

12:00 Uhr – Die Magie von Miró

Miro-legs_by Julie SheridanWer das Poble Espanyol besucht hat, befindet sich bereits in dem Bereich der Stadt, wo die heutigen Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Dieses Gebiet rund um den Montjuïc bietet so viele Aktivitäten, dass man problemlos den Rest des Tages hier verbringen kann. Unser nächstes – vielleicht etwas anspruchsvolleres, aber nicht weniger unterhaltsames – Ziel ist die Fundació de Joan Miró. Diese Galerie wurde vom einflussreichsten katalanischen Künstler, Joan Miró, gegründet. Hier werden seine wichtigsten Werke ausgestellt.

In dem hellen und offen geschnittenen Gebäude kann man das verspielte und bunte Oeuvre von Miró bestaunen und einen tief gehenden Eindruck von dem Künstler bekommen. Die hervorragende Audio-Tour in verschiedenen Sprachen ist trotz des kleinen Aufpreises sehr lohnenswert.

13:30 Uhr – Zeit für kulinarische Köstlichkeiten

Je mehr man sich dem Gipfel des Montjuïc nähert, umso weiter entfernt man sich vom Stadtzentrum. Dementsprechend sind auch weniger Restaurants zu finden. Eine gute Gelegenheit, um sich ein Lunchpaket mitzunehmen. Es gibt nichts Schöneres, als auf einem der grasbewachsenen Abhänge ein Picknick mit Tortilla und Cava zu veranstalten. Wer lieber in einem Restaurant speisen möchte, könnte sich ein Mittagessen im 5-Sterne-Hotel Miramar gönnen, das im östlichen Bereich des Montjuïc liegt. Für ein Mittagessen in modernistischer Atmosphäre bietet sich das Restaurant La Font del Gat an, das vom Joan Miró-Museum nach einem kurzen Spaziergang den Berg hinunter erreichbar ist. Es serviert ein Mittagsmenü zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn der Brunnen, nach dem es benannt wurde, nicht gerade überwältigend ist.

15:00 Uhr – Ein majestätischer Ausblick

MNAC by ΒЯІΑN®Die Gegend rund um die Plaça de Espanya ist einzigartig in Barcelona. Wer am Anfang der beeindruckenden Avinguda de la Reina Maria Cristina zwischen den beiden wachturmartigen, venezianischen Türmen steht, genießt einen weiten Blick auf den Berg. Dort oben erwartet einen das Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC), das in dem prachtvollen Nationalpalast von Katalonien liegt. Die monumentale Umgebung wurde im Rahmen der Weltausstellung von 1929 errichtet. Fast ein ganzes Jahrhundert später hat sie nichts von ihrem Glanz verloren.

Das MNAC bietet eine beeindruckende Kunstsammlung, die ein ganzes Jahrtausend umspannt. Ein Besuch dieser weltweit führenden Sammlung und des majestätischen Palastes ist sehr lohnenswert. Das Bildnis ’Christi als Majestas Domini’, das mit großer Sorgfalt von seinem Entstehungsort – einer Kirche in den Pyrenäen – in das Museum transportiert wurde, ist das Highlight der Ausstellung.

17:00 Uhr – Olympische Geschichte in Barcelona

Auf dem Montjuïc wurden auch die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona ausgetragen. Die Hinterlassenschaften dieses bahnbrechenden Events kann man nach einem kurzen Spaziergang den Hügel hinauf bewundern. Am ’Olympischen Ring’ (Anella Olímpica) liegen die meisten olympischen Gebäude, darunter auch das Olympiastadion. Draußen sind die Fußabdrücke von weltberühmten Athleten im Boden verewigt. Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist auch der umstrittene Kommunikationsturm, der die Skyline von Barcelona nachhaltig verändert hat. (Er soll wohl einen Athleten darstellen, der die olympische Fackel trägt – hier ist Vorstellungskraft gefragt.)

Anschließend kann man auf verschiedenen Pfaden durch schöne Gärten und bis zum Schloss auf dem Berggipfel laufen. (Wer nicht so viel zu Fuß unterwegs sein möchte, kann auch die Seilbahn (Telefèric) von der Avinguda de Miramar nehmen.)

18:00 Uhr – Den Gipfel erklommen

Montjuïc Castle - 01 by colinjcampbellEinmal am Schloss angekommen, kann man es kostenfrei (Sonntags ab 15 Uhr) besichtigen und einen herrlichen Blick über die Stadt und den Hafen von den Befestigungsmauern aus genießen. Das Schloss selbst steht in Katalonien für eine dunkle Vergangenheit: Es diente über Jahrhunderte hinweg totalitären Regimen als Stützpunkt. Da es aus dem 18. Jahrhundert stammt, ist es außergewöhnlich gut erhalten. Von hier hat man einen Blick auf die meisten Orte, die man in den letzten drei Tagen besichtigt hat – von den grünen Bergen des Collserola-Massivs bis hin zu den Stränden des glitzernden Mittelmeers.

Und zum krönenden Abschluss? Nun ist es an der Zeit für den Abstieg zurück zur Plaça de Espanya. Dort kann man abends die spektakuläre Show am Magischen Brunnen erleben (die je nach Jahreszeit gegen 19 oder 21 Uhr beginnt). Diese beeindruckende Vorführung von Musik, Licht und Wasser lässt niemanden unberührt zurück – ein herrlicher Abschluss dieser 3-tägigen Tour durch das charismatische Barcelona.

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