3 Tage in Barcelona – auf Erkundungstour im Herzen der Stadt – Tag 1

Zu behaupten, dass man Barcelona gesehen habe, ist eigentlich gar nicht möglich. Wie viele regelmäßige Besucher und auch die Anwohner der Stadt wissen, kann man in den Straßen von Barcelona jeden Tag etwas Neues finden. Wer jedoch nur begrenzt Zeit hat, für den haben wir die nahezu unmögliche Aufgabe in Angriff genommen, eine 3-tägige Tour zu den besten Sehenswürdigkeiten der Stadt zusammenzustellen.

Tag eins

Wer einen Blick auf den Stadtplan von Barcelona wirft, wird schnell feststellen, dass die Straßen zu den Bergen hin immer breiter werden, wohingegen in der Altstadt ein wahres Gassenlabyrinth anzutreffen ist. Dabei handelt es sich um die Ciutat Vella, die ‘alte Stadt’, die am ersten Tag den Schwerpunkt der Route bildet. Der Bezirk bietet einen idealen Ausgangspunkt für eine Besichtigungstour durch Barcelona, da hier nicht nur die Ursprünge der Stadt, sondern auch viele wichtige Sehenswürdigkeiten liegen.

09:00 Uhr Las Ramblas hinab schlendern

PA020348.JPG by DDohlerFahren Sie zum Plaça de Catalunya, der über der Altstadt liegt und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt ist. Von hier können Sie Las Ramblas, die berühmteste, baumbestandene Flaniermeile der Welt, hinunterlaufen. Diese Straße ist immer von Touristen überlaufen. Während des Spaziergangs, auf dem man sich am besten von den Menschenströmen treiben lässt, kommt man an Blumenständen und Straßenkünstlern vorbei. Auf dem Gehsteig kann man Mosaikwerke bewundern, die vom surrealistischen Künstler Joan Miró höchstpersönlich stammen.

Der wichtigste Zwischenstopp erfolgt am Mercat de la Boquería, dem größten Lebensmittelmarkt Europas. Hier kann man eine kleine Essenspause einlegen und lokale Produkte sowie frisch gepresste Säfte probieren.

10:00 Uhr Entspannung auf den Plätzen des Gótico

Nun ist es an der Zeit, nach links in das Gótico (das Gotische Viertel) abzubiegen. Direkt neben den Ramblas befindet sich der wunderschöne Plaça Reial, ein herrlicher Platz im neoklassischen Stil, auf dem das erste Werk, das Antoni Gaudí in der Stadt aufstellen ließ, zu finden ist: die Laternenpfähle am Brunnen in der Mitte des Platzes. Hier kann man die Gelegenheit nutzen und eine Kaffeepause in einem der etlichen Cafés, die sich auf diesem lebhaften Platz befinden, einlegen.

Das Gótico bietet zahlreiche kleine Boutiquen und Galerien, in denen man wunderbar stöbern kann. Auf der Carrer de Ferran erwarten einen eindrucksvolle Schaufenster und am Ende dieser Straße der Plaça de Sant Jaume, der Rathausplatz von Barcelona. Hier befinden sich der Palau de la Generalitat, der Sitz der katalanischen Regierung sowie das ihm gegenüberliegende Rathaus.

11:00 Uhr Treffen mit den Gänsen im Kreuzgang

Carrer del Bisbe by katherinepriceLinks neben diesem Platz liegt die Carrer del Bisbe, über der sich eine häufig fotografierte, neugotische Brücke befindet. Am Ende der Straße liegt Barcelonas Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert (die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia). Die Kathedrale ist das berühmteste Gebäude der katalanischen Gotik in der Stadt. Sie ist von innen und außen gleichermaßen beeindruckend. Ihre vielen Kapellen, die verschiedenen Heiligen gewidmet sind, zeugen von einem überaus großen handwerklichen Können. Hier halten sich in der Regel gläubige Besucher auf, die vor der Statue ihres Lieblingsheiligen verweilen.

Im Kreuzgang sind ein paar außergewöhnliche Bewohner anzutreffen: 13 Gänse, die für die 13 Lebensjahre der Heiligen Eulàlia, einer Märtyrerin und zugleich Namenspatronin der Kathedrale, stehen. Besonders im Sommer kann man sich in dieser Gegend von Barcelona schon mal etwas eingeengt fühlen. Um ein wenig vom engen Straßengewirr der Altstadt zu entfliehen, kann man auf das Dach der Kathedrale fahren. Wer eine ruhige und entspannte Pause im Gótico einlegen möchte, kann auch zum ruhigen Plaça de Sant Felip Neri laufen.

13:30 Uhr Lokale Küche zum Mittagessen genießen

Nach so einem ereignisreichen Vormittag kann man schnell Hunger bekommen. In der Altstadt gibt es etliche gastronomische Einrichtungen. Am besten vermeidet man die touristischen Imbissbuden und Restaurants im Gótico und läuft zur Via Laietana im Viertel Born. Dort isst man zusammen mit den Anwohnern von Barcelona. Gute Tapas werden im Bubó serviert. Das Mar de la Ribera eignet sich hervorragend für eine leckere Paella und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum Mittagessen werden auch viele Tagesmenüs (’menús del día’) zu annehmbaren Preisen angeboten.

15:00 Uhr Auf dem Weg göttlicher Inspiration

Nach dem Mittagessen geht es weiter durch das Viertel Born. Seit Jahrzehnten finden in diesem Stadtteil viele künstlerische Aktivitäten statt. Es bietet eine ruhigere und authentischere Atmosphäre als das Gótico, auch wenn die Geschichte hier ebenfalls nicht zu kurz kommt. Im Vergleich zu der am Morgen besichtigten Kathedrale handelt es sich bei der Kirche Santa María del Mar auf dem Passeig del Born um ein schlichteres Bauwerk gotischer Architektur, das jedoch gleichermaßen inspirierend ist. Die Geschichte der ’Kathedrale des Meeres’ diente als Inspiration für einen preisgekrönten Roman, und die Proportionen im Kircheninneren gelten als ein Beispiel par excellence für die Architektur des Mittelalters.

16:00 Uhr Bummeln im Born

Wenn man aus dem hellen und großzügig geschnittenen Kircheninneren heraustritt, gelangt man auf die Carrer Montcada, die direkt hinter der Kirche beginnt. In dieser Straße liegen zahlreiche Museen und Galerien. Sie besticht ebenfalls durch die schönsten Veranschaulichungen weltlicher Bauwerke aus dem Mittelalter. Die wichtigste Attraktion in dieser Straße ist das Museu Picasso, in dem frühe Werke des Künstlers ausgestellt werden – ein Muss für alle Fans dieser unglaublich einflussreichen Persönlichkeit. In der Straße Montcada liegen außerdem das Disseny Hub mit seiner sehenswerten Sammlung von Designartikeln und angewandter Kunst sowie das Museu Barbier-Mueller d’art Precolombí, eine gut erhaltene Sammlung präkolumbianischer Werke. Eine dieser hervorragenden Sammlungen sollte man sich jetzt auf jeden Fall ansehen.

17:00 Uhr Katalanische Handwerkskunst bestaunen

Palau de la Musica Catalana 02 by deming131Je tiefer man in das Viertel Born eindringt, desto mehr Anwohner trifft man auf den verkehrsberuhigten Straßen mit ihren vielen kleinen Bars und Obst- und Gemüseläden. In der Carrer Sant Pere Mes Alt steht eines der besten Gebäude der Stadt: der Palau de la Música Catalana. Wer genügend Zeit hat, sollte einen Besuch dieses unglaublich dekadenten, modernistischen Konzertsaals nicht versäumen (auch wenn die Eintrittskarte besser im Voraus gekauft werden sollte). Wer nicht über ausreichend Zeit verfügt, kann einfach die Außenfassade dieses Schreins der katalanischen Kultur betrachten – das ist schon ein Erlebnis für sich.

18:00 Uhr Entspannung am Meer

Nun neigt sich der erste Tag schon fast seinem Ende zu…

Um sich von der Sightseeing-Tour zu erholen, kann man von der nahe gelegenen U-Bahn-Station Urquinaona mit der Linie 4 zur Station Barceloneta ins gleichnamige Viertel fahren. Dort befindet sich das stilvoll renovierte Küstengebiet der Stadt. Dank seiner relaxten Atmosphäre eignet sich dieser Stadtteil ideal zum Ausruhen bei einem erfrischenden Drink. Hier kann man die Ereignisse des Tages Revue passieren lassen und in einem der vielen Restaurants zu Abend essen. In Katalonien essen die Leute – wie im restlichen Spanien – eher spät zu Abend. Für Heißhungrige empfiehlt sich das hervorragende indische Restaurant Rangoli, das ein besonders leckeres Degustationsmenü serviert. Ansonsten laden in dieser Gegend vor allem Restaurants mit Meeresfrüchte-Gerichten zum Verweilen ein. Ein wahrhaft authentisches Lokal in Barcelona ist, das überaus beliebte, wenn auch etwas laute Can Maño, für das jedoch in der Regel eine vorherige Tischreservierung erforderlich ist.

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