Essen in Amsterdam

Auch wenn die Niederlande nicht gerade auf der ganzen Welt für ihre gehobene Küche bekannt sind, gibt es ein paar leckere niederländische Mahlzeiten und Snacks, die einem während des Aufenthalts in Amsterdam das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Weiter unten haben wir ein paar Empfehlungen sowie eine Auswahl unserer niederländischen Lieblingsgerichte zusammengestellt.

Frühstück

Hagelslag - a local snack treat by CocteauBoyEin gängiges niederländisches Sprichwort lautet „Doe maar normaal, dan doe je al gek genoeg” (bedeutet so viel wie „Wer sich nur normal verhält, ist schon verrückt genug“). Dieser Spruch passt auch gut zu einem typischen niederländischen Frühstück. Das ist nämlich ziemlich schlicht gehalten. Die Niederländer beginnen den Tag mit einer Scheibe Vollkorn- oder Weißbrot (‚Boterham’) mit einer großen Auswahl an süßen und herzhaften Belägen. Wer es morgens gerne süß mag, kann sein ‚Boterham‘ mit ‚Hagelslag’ (Schokostreuseln – wie man sie auch auf Torten findet) bestreuen. Hagelslag gibt es in jedem niederländischen Supermarkt in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen (sogar Fruchtaromen). Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Beläge, darunter Erdnussbutter, Marmelade, Nuss-Nugat-Creme und Spekulatiuscreme (‚Speculoos’).

Für einen guten Start in den Tag trinken die Niederländer gerne Milch mit Fruchtgeschmack, Tee oder ‚Koffie verkeerd’ (Milchkaffee), der mehr Milch als Kaffee enthält.

Die berühmten niederländischen Käsesorten möchten wir natürlich auch nicht außer Acht lassen. Die meisten Niederländer essen am liebsten Gouda, der mild im Geschmack ist und zur Kategorie ‚junger Käse‘ (‚jonge kaas’) gehört. Erfahrene Gourmets bevorzugen in der Regel den Old Amsterdam oder den alten Edamer. Der Geschmack und der Geruch von ‚altem Käse‘ (‘oude kaas’) sind weitaus intensiver. Lust, selbst zu kosten? Im Käsegeschäft Cheese and More in der Leidsestraat in Amsterdam kann man eine Auswahl an verschiedenen, streng duftenden Käsesorten probieren.

Mittagessen

Zum Mittagessen essen die Niederländer zu Hause ‚Boterham’ (Butterbrot) mit Spiegelei als Beilage. In Amsterdam und anderen Großstädten gehen jedoch immer mehr Anwohner auswärts essen. In den Esslokalen stehen reichhaltige Sandwiches auf der Speisekarte, darunter das Club-Sandwich oder das ‚Broodje gezond’ – ein Baguette mit frischem Gemüse, Schinken, Käse und gekochtem Ei. Im Großen und Ganzen essen die Niederländer gerne kalt zu Mittag. Die warmen Speisen sind dem Abend vorbehalten.

Abendessen

2011-02-24-Boerenkool-Stamppot by TavallaiTraditionellerweise isst man in den Niederlanden recht früh zu Abend. Die meisten Familien versammeln sich gegen 18 Uhr am Esstisch. Ein typisches Abendessen besteht aus dem relativ leicht zuzubereitenden ‚Stamppot’ (Stampfkartoffeln, gestampftes Gemüse sowie Räucherwurst oder Fleischklößchen als Beilage). Wer das Gericht wie ein echter Niederländer verzehren möchte, macht in der Mitte des Tellers eine Kuhle und füllt sie mit Bratensoße. Eine berühmte Variante des ‚Stamppott’ besteht aus ‚Andijviestampot’ (gestampften Endivien), ‚Boerenkoolstampot’ (gestampftem Grünkohl) und ‚Hutspot‘ (Stampfkartoffeln und Zwiebeln). Da ‚Stamppot‘ ein schwer verdauliches Gericht ist, betrachten es die meisten Niederländer als typische Wintermahlzeit.

Wer lieber etwas Süßes zu Abend essen möchte, der ist in den Niederlanden genau richtig. Die Einwohner essen abends häufig Pfannkuchen. Die tellergroßen ‚Pannenkoeken’ sind nicht ganz so dünn wie die französischen Crêpes und werden mit süßen Belägen wie Pfannkuchensirup, Puderzucker und Marmelade oder herzhaften Füllungen wie Käse, Schinken oder Speck gereicht. Wem der Sinn sowohl nach Süßem als auch Herzhaftem steht, kann natürlich auch immer einen Pfannkuchen mit Speck und süßem Sirup bestellen.

Als Vorspeise zu den Pfannkuchen essen die Niederländer gerne eine Schale Erbsensuppe (‚Erwtensoep’), die normalerweise zu den typischen Wintervorspeisen gehört. In Amsterdam lassen An eight-pronged approach [Jan 6] by santheosich zahlreiche Pfannkuchenhäuser, die so genannten ‚Pannenkoekenhuisjes‘, finden – das Upstairs in Grimburgwal gehört zu unseren Lieblingslokalen.

In den Esslokalen Geertje, Speijkervet und Meatballs, die hervorragende niederländische Küche servieren, kann man ebenfalls gut zu Abend essen.

Süßigkeiten und Snacks

In den Niederlanden nimmt man sich nachmittags in der Regel Zeit für einen kleinen Snack, den so genannten ‚Tussendoortje‘. Dabei kann es sich um Fruchtkekse, ein Stück süßen niederländischen Lebkuchen (‚Ontbijtkoek‘) oder ein paar leckere ‚Poffertjes’ (kleine mit Puderzucker bestreute Pfannkuchen mit Butterstücken) handeln. Zu den traditionellsten Backwaren der Niederlande gehört ‚Appeltaart’ – Apfelkuchen mit Rosinen und Zimt. Da es diesen Kuchen schon so lange gibt, wird er auch ‚Oma’s Appeltaart‘ genannt.

Dutch pastry Tompouce by GertanWer Lust auf cremige Süßspeisen hat, dem können wir den ‚Tompouce’, einen Blätterteigkuchen mit Vanillepudding und einer rosafarbenen Glasur, empfehlen. ‚Stroopwafels’ erfreuen sich sowohl unter Niederländern als auch unter Ausländern einer großen Beliebtheit. Eine Stroopwafel besteht aus zwei aufeinander liegenden Teigtaschen mit Karamelsirup in der Mitte. Wenn man die Stroopwafels eine Minute lang im Ofen aufwärmt, schmecken sie einfach himmlisch. In Amsterdam werden Stroopwafels in jeder Bäckerei und in jedem Supermarkt verkauft.

Eine weitere niederländische Spezialität ist Lakritz oder ‚Drop‘. Es ist in allen Formen und Größen in den Amsterdamer Supermärkten erhältlich. Zu den Lieblingslakritzen der Niederländer gehören ‚Muntdrop’ (süße Lakritze), ‚Honingdrop’ (Honiglakritz) und herzhafte Varianten wie ‚Boerderijdrop’. Die Geburt eines Babys feiert man in den Niederlanden mit ‚Beschuit met muisjes’ – runde Toastscheiben mit Kügelchen mit Anisgeschmack. Für Jungs nimmt man die blauen Kügelchen, für Mädchen – wie sollte es auch anders sein – die pinken.

Bitterballen (Amsterdam) by davidkosmosIn niederländischen Imbissbuden gibt es alle frittierten Imbisse, die das Herz begehrt, zum Beispiel ‚Frikandel’ (Hackfleischwürstchen aus Schweinefleisch), ‚Kroket’ (Krokette mit gehacktem Rind-/Kalbsfleisch) oder ‚Patatje oorlog‘, was wörtlich übersetzt ‚Kriegs-Pommes‘ bedeutet und das zusammen mit Zwiebeln, Erdnusssoße und Mayonnaise serviert wird. Auf einer niederländischen Party dürfen auch ‚Bitterballen’ nicht fehlen. Diese kleinen Fleischkroketten werden häufig mit Senfsoße als Dip serviert. Wer einmal ‚Bitterballen‘ zu seinem Heineken bestellt hat, wird wahrscheinlich nicht mehr davon los kommen.

Wem die niederländische Küche nicht wirklich zusagt, der kommt im multikulturellen Amsterdam trotzdem auf seine Kosten. Die Stadt wartet mit Restaurants mit allen möglichen kulinarischen Ausrichtungen auf. Die meisten Restaurants verfügen auch über Speisekarten auf Englisch, für den Fall, dass es mit den Niederländischkenntnissen doch nicht so weit her ist.


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